Prison sucks, Folge III

In loser Folge veröffentlichen wir hier Berichte zum Gefängnissystem in den USA. Obwohl das Ausmaß der Einsperrung und auch Geschichte und Funktion des Gefängnissystems in Amerika ganz andere sind als in Deutschland, lassen sich viele Argumente auf den deutschen Kontext übertragen.

The Atlantic beschreibt, warum die Gewalt in der Stadt durch Mass Incarceration zunimmt. Einer der wichigsten Gründe für die massenhafte Einsperrung ist Rassismus, der sich unter anderem in der so genannten school-to-prison-pipeline ausdrückt, von der vor allem Schwarze Jugendliche betroffen sind. Die Huffington Post weist darauf hin, dass es hier einen zunehmenden Zusammenhang mit suspensions gibt. Ebenfalls in der Huffington Post gibt es einen Artikel darüber, dass auch Gewerkschaften die Mass Incarceration ernst zu nehmen beginnen und es als ‚labor issue‘ begreifen (man fragt sich, wann die deutschen Gewerkschaften sich endlich einmal mit dem Gefängnissystem auseinandersetzen). The Atlantic hat nur noch Hoffnung in einen einzigen Menschen, dem Wahnsinn ein Ende zu setzen: US Präsident Barack Obama.

Jacobin Magazine setzt sich mit einem Argument auseinander, das häufig gegen die Entknastung verwendet wird: dass Gefängnisse gebraucht würden, um Frauen vor männlichen Gewalttätern zu schützen. Victoria Law argumentiert, dass gerade das Gefängissystem den am schwächsten gestellten Frauen in der Gesellschaft schadet. Die Washington Post plädiert dafür, Frauen grundsätzlich nicht mehr einzusperren, Jezebel greift den Vorschlag auf.

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