Chef kauft seinen Angestellten für 500 Euro frei

Ein 21-jähriger Dortmunder lebt in einer Gesellschaft, 1. in der er für die Benutzung der öffentlichen Infrastruktur des Personennahverkehrs individuell bezahlen soll, 2. in der er, obwohl er einen Job hat, keine 500 EUR aufbringen kann, die ihn vor dem Knast bewahren würden, mehr noch: 3. in der er, obwohl er einen Job hat, nicht genug Geld für eine Fahrkarte hat, 4. in der der Staat lieber 6000 EUR ausgibt (soviel kostet eine 60tägige Haftstrafe), jemanden einzusperren, als ihm ein Sozialticket zur Verfügung zu stellen, mehr noch: 5. in der der Staat lieber 6000 EUR ausgibt um jemanden einzusperren als ihm 500 EUR zu erlassen, 6. in der ein Chef, der seinen Angestellten Hungerlöhne bezahlt, als heldenhafter Retter gefeiert wird, und 7. in der sich die Opfer staatlicher Verarmungs- und Inkarnierungspolitiken gefallen lassen müssen, dass ihnen in der Zeitung ein „ein breites Grinsen“ zugeschrieben wird, so als handele es sich um Schulkinder, die man bei einer Unerzogenheit erwischt hat und die sich mittels irgendwelcher spitzbübischer Tricks noch einmal vor ihrer gerechten Strafe haben drücken können.

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